Eingriffe in der endokrinen Chirurgie umfassen neben Schilddrüse und Nebenschilddrüse auch die Nebenniere und die Bauchspeicheldrüse.
Bei Erkrankungen der Schilddrüse erfolgt eine form- und funktionsgerechte Chirurgie. Unter ästhetischen Gesichtspunkten werden über einen kleinen Hautschnitt in Vollnarkose alle knotigen Veränderungen entfernt, bei bösartigen Erkrankungen muss in der Regel die ganze Schilddrüse entfernt werden. Der Eingriff erfolgt mikrochirurgisch mit Lupenbrille. Ein nichtinvasives Neuromonitoring des N. recurrens (Stimmbandnerv) wird mittels eines Gerätes der Firma Medtronic durchgeführt. Der stationäre Aufenthalt liegt zwischen 2 und 4 Tagen.
Bei entzündlichen Darmerkrankungen (Colitis ulcerosa, Morbus Crohn) erfolgt eine stadiengerechte Chirurgie. Nach einer gerade bei jungen Menschen oft notwendigen Proktokolektomie kann ein ileoanaler Pouch angelegt werden, der einen dauerhaften künstlichen Darmausgang vermeidet und damit die Lebensqualität deutlich erhöht.
Auch bei der chronischen Bauchspeicheldrüsenentzündung erfolgt eine stadiengerechte Chirurgie, die ausgedehnte Resektionen vermeidet und Drainageoperationen bevorzugt
Bei der operativen Behandlung des Leistenbruchs bevorzugen wir ein Stufenschema. Je nach Lebensalter, Befindlichkeit, Größe des Bruchs und Voroperationen setzen wir verschiedene Operationsmethoden ein. Die Palette umfasst die Shouldice-, die Lichtenstein- oder die laparoskopische Operationsmethode. Laparoskopische Hernienoperationen (TAPP,TEP) werden in der Regel bei Rezidiven oder beidseitigen Brüchen angeboten, beim Ersteingriff kommen bevorzugt die ambulant und in Lokalanästhesie durchführbaren Reparationen nach Shouldice (Faszienplastik mit Eigengewebe) oder Lichtenstein (Einsatz eines Kunststoffnetzes) zum Einsatz.
Bei Bauchwandbrüchen erfolgt der offene oder laparoskopische Repair mit gewebefreundlichen Kunststoffnetzen, die einen dauerhaften Verschluss der Bruchpforte gewährleisten.
Es wird eine moderne Proktologie betrieben, die sich neben der Behandlung von Hämorrhoiden und Analfisteln auch mit dem Problemkreis der Inkontinenz befasst. Ein Gerät für die endosonographische Untersuchung (EUS) des Enddarmes steht zur Verfügung.