Die onkologische Chirurgie beinhaltet die Therapie von soliden Tumoren des Brustraumes, des Verdauungstraktes, der endokrinen Organe sowie der Weichteile.
Das Eingriffsspektrum umfasst die Speiseröhren- und Magenchirurgie, die Leber- und Gallengangschirurgie, Eingriffe an der Bauchspeicheldrüse und die moderne Dick- und Enddarmchirurgie.
Unter Beachtung onkologischer Standards und Einhaltung von Sicherheitsabständen kommen zunehmend mehr minimal-invasive Operationsverfahren zum Einsatz.
Bei Dick- und Enddarmtumoren erfolgt routinemäßig die intraoperative Ultraschalluntersuchung (IOUS) der Leber, um auch kleinste Metastasen erkennen zu können.
Lebertumore können je nach Lokalisation und Anzahl chirurgisch entfernt oder alternativ zur Operation auch thermokoaguliert (verkocht) werden.
Die im Hause ansässige Pathologie erlaubt intraoperative Schnellschnittuntersuchungen zur Feststellung der Dignität und Beurteilung der Absetzungsränder.

Seit September 2010 sind die Hochtaunus-Kliniken als Darmkrebszentrum zertifiziert und werden damit von der Deutschen Krebsgesellschaft zur Behandlung von Darmkrebs empfohlen.
Die individuelle Vorgehensweise sowie die Nachbehandlung werden im interdisziplinären Tumorboard festgelegt, in dem Chirurgen, Onkologen (Krebsspezialisten), Strahlentherapeuten, Pathologen und Röntgenärzte vertreten sind.
Hierbei kommen immer öfter auch multimodale Therapieprinzipien zur Anwendung. Das bedeutet, dass in Abhängigkeit vom Tumorstadium eine prä- oder postoperative Chemo- und/oder Strahlentherapie erforderlich sein kann, um eine Entfernung des Tumors im Gesunden zu ermöglichen oder die Gefahr eines Wiederauftretens der Tumorerkrankung zu minimieren.
Zusatztherapien können in der Regel ambulant durchgeführt werden.
Die Behandlung basiert auf den Empfehlungen nationaler und internationaler Fachgesellschaften, z.B. auf den Leitlinien der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften: AWMF Leitlinien