Bei Patienten mit bestimmten Herzrhythmusstörungen oder ausgeprägter Herzschwäche besteht die Möglichkeit zum Einbringen eines Gerätes (Defibrillator), das bedrohliche Rhythmusstörungen automatisch behandelt.
Die Indikationsstellung zur Anwendung eines solchen Gerätes sowie Informationen zu Auswirkungen auf den Lebensalltag (z.B. Detektoren am Flughafen, Handybenutzung usw.) erfolgt durch die Ärzte der Kardiologischen Klinik, die Sie diesbezüglich auch ausführlich beraten.
Im Rahmen eines kurzen chirurgischen Eingriffs in lokaler Betäubung werden dünne Elektroden über eine Vene zum Herz vorgeschoben und dort nach Messungen platziert. Diese werden dann mit dem eigentlichen Defibrillator verbunden.
Das Gerät ist ca. 6 x 4 x 1 cm groß und wird meist im Bereich der linken Brust unter der Haut platziert. Der Eingriff wird in der Regel in Lokalanästhesie in enger Zusammenarbeit mit den Ärzten der Kardiologie durchgeführt. Ergänzend kann auf Wunsch eine beruhigende Medikation (Sedierung) erfolgen.
Eine ausführliche Information und Aufklärung auch über die Risiken und Komplikationsmöglichkeiten erfolgen im Rahmen der Vorbereitungen des Eingriffs.
Gerne stehen wir Ihnen auch vorab für Fragen zur Verfügung.