Zur Schmerzlinderung in der Geburtshilfe steht mit der Epiduralanalgesie ein erprobtes Verfahren zur Verfügung.
Dabei wird im unteren Wirbelsäulenbereich nach einer örtlichen Betäubung ein kleiner Plastikschlauch in die Nähe des Rücken- markskanals geschoben. Über diesen Schlauch (Epiduralkatheter) werden Schmerzmedikamente verabreicht. Sie verteilen sich um den Rückenmarkskanal und können hier alle ankommenden Schmerzbahnen blockieren.
Die Wirkung der Anästhesie setzt nach ca. 10-15 Minuten ein. Die Wehen werden dann nicht mehr als Schmerz empfunden. Oft zeigt sich ein Wärme- und ein Schweregefühl, in seltenen Fällen eine Schwäche in den Beinen.
Der Epiduralkatheter beeinträchtigt die Beweglichkeit nicht. Er ermöglicht die wiederholte und auch kontinuierliche Medikamentengabe bis zur Geburt und im Bedarf darüber hinaus.
Ist ein Kaiserschnitt notwendig, wird durch die Gabe höher konzentrierter Schmerzmedikamente nach 10-15 Minuten eine ausreichende Betäubung erzielt.
Gelegentliche Nebenwirkungen sind vorübergehende Kreislaufreaktionen, selten Kopfschmerzen. Extrem selten sind Nervenschäden mit bleibenden Lähmungen. Frühzeitig erkannte Komplikationen sind im allgemeinen gut behandelbar.
Die Epiduralanalgesie ist ein etabliertes Verfahren und bei sachgerechter Durchführung risikoarm.