Täglich erleiden bundesweit über 400 Menschen einen Schlaganfall. Jede Minute können so unbehandelt bis zu 2 Millionen Gehirnzellen untergehen. In etwa 20 % der Fälle liegt die Ursache des Schlaganfalles in einer durch Arteriosklerose bedingten Verengung der Halsschlagader (Carotisstenose). Hierbei kommt es zu sog. Arterioarteriellen Embolien, die die Gehirndurchblutung kompromittieren. Die arteriosklerotischen Wandveränderungen, die sich prädominant an der Gefäßaufzweigung der Halsschlagader in Höhe des Kehlkopfes ausprägen, sind von ihrer Oberfläche uneben. Hier können sich kleine Gerinnsel bilden, die dann mit dem Blutstrom in Richtung des Gehirns abgespült werden.
In den Fällen, in denen eine Carotisstenose die Ursache des Schlaganfalles ist, streben wir in enger Zusammenarbeit mit der Stroke Unit eine umgehende Operation in örtlicher Betäubung an. Dabei wird der verkalkte Gefäßprozess vollständig ausgeschält und die Strombahn wieder hergestellt.
Wird eine hochgradige Engstelle der Halsschlagader ohne klinische Symptome festgestellt, so ist eine vorbeugende Maßnahme zu erwägen. Neben der Ausschälplastik kommt in ausgewählten Fällen auch eine Stentimplantation in Frage.