Hochtaunuskliniken – Klinik Bad Homburg

Neurostimulation

Wenn eine operative oder kathetergestützte Behandlung zur Durchblutungsverbesserung des Beines nicht mehr möglich ist, eröffnet die dauerhafte Implantation einer rückenmarksnahen Stimulationssonde oft eine Option auf Schmerzfreiheit und Beinerhalt.

Grundprinzip dieser etablierten Behandlungsmethode ist eine Unterbrechung der Schmerzleitung in den Nervenbahnen durch Aussenden von elektrischen Impulsen. Zusätzlich kommt es zu einer Verbesserung der Mikrozirkulation in dem kritischen Areal am Fuß oder Unterschenkel.

Im Operationssaal wird unter Röntgenkontrolle eine Elektrode in der Nähe des Rückenmarks im sogenannten Epiduralraum platziert, die zunächst aus der Haut ausgeleitet wird. Während einer etwa einwöchigen Testphase wird geprüft, ob die Elektrode an der richtigen Stelle stimuliert und ob sie einen schmerzlindernden Effekt hat.

Wichtig ist dabei auch, dass Sie die Stimulation in Ihrem häuslichen Umfeld austesten. Erst in einem zweiten Schritt wird dann die Elektrode mit einem Aggregat (ähnlich einem Herzschrittmacher) verbunden und vollständig unter die Haut verpflanzt. Die Intensität der Stimulation kann dann durch Sie selbst von außen auf das Aggregat übertragen werden.

Die Dauer der Behandlung ist grundsätzlich zeitlich nicht limitiert, da auch bei Batterieerschöpfung ein Aggregatwechsel meist in örtlicher Betäubung durchgeführt werden kann.

Wir bieten für diese Behandlungsmethode auch eine gesonderte Sprechstunde an.