Hochtaunuskliniken – Klinik Bad Homburg

Venenerkrankungen

Venenerkrankungen sind weit verbreitet und können im Einzelfall zum Teil gravierende Folgeschäden hervorrufen. Oft ist es das Gefühl schwerer Beine oder ein kribbelndes Mißempfinden in den Beinen nach langem Stehen oder Sitzen, das den Menschen zum Arzt führt. Auch oberflächlich sichtbare Venen oder ganz feine "Besenreiser" führen zu Verunsicherung und nicht selten zu einem Behandlungswunsch.

Neben konservativen Maßnahmen wie Gehtraining, aktives Unterbrechen langer stehender oder sitzender Tätigkeiten, kommt auch das Tragen von konfektionierten Kompressionsstrümpfen in Frage.

Dennoch wird oft die Notwendigkeit zur operativen Korrektur gesehen, die maßvoll sein soll und sehr individuell zu stellen ist.
Neben der körperlichen Untersuchung kommt der farbkodierten Duplexsonographie eine große Bedeutung zu. Eine klassische Phlebographie, d. h. Einspritzen von Kontrastmittel in die Vene unter Röntgendurchleuchtung, ist nur noch in den seltensten Fällen notwendig.

Anatomisch gesehen ist es in der Regel das oberflächliche Venensystem, das verändert ist. Im Idealfall findet sich in der Vena saphena magna, so heißt die oberflächliche Vene an der Innenseite des Beines, etwa alle 10 cm eine Klappe, die den Rückstrom des Blutes in Richtung der Füße verhindert.

Darüber hinaus gibt es noch Verbindungsbrücken zwischen dem oberflächlichen und dem tiefen Venensystem (sog. Perforansvenen), die ebenfalls das Blut nur in eine Richtung lenken sollen. Wenn eine Klappenstörung oder Funktionsstörung der Perforatoren vorliegt, kommt es zu einem erheblichen Rückstau des venösen Blutes in den Beinen. Dies führt zur Hautverfärbungen und letztlich dann zu Hautläsionen, die ohne gezielte Therapie des Venenleidens nicht mehr zur Abheilung kommen.

Die Entscheidung, ob die Veränderungen Ihrer Venen Krankheitswert haben und ob eine Behandlung notwendig ist, richtet sich im Wesentlichen nach Ihren Beschwerden in Zusammenschau mit den Untersuchungsbefunden.

Wir bieten neben dem klassischen Venenstripping auch endoluminale Verödungsbehandlungen an, ohne dabei die Vene selbst entfernen zu müssen. In Kombination dazu können auch Seitenäste verödet werden.

Die verschiedenen Behandlungsverfahren können das ganze Jahr über durchgeführt werden, da es heute in der Regel nicht mehr notwendig ist, über einen längeren Zeitraum Kompressionsstrümpfe zu tragen, was naturgemäß in den Sommermonaten als nicht so angenehm empfunden wird.