Hochtaunuskliniken – Klinik Usingen

Empfehlungen zur Osteoporosebehandlung und -vorbeugung

Auf dieser Seite haben wir Ihnen Patienteninformationen nach den Empfehlungen des Dachverbandes der deutschsprachigen osteologischen Fachgesellschaften (DVO) zusammengestellt.

Für eine genaue Diagnose kann Ihr Hausarzt die entsprechenden Laboruntersuchungen veranlassen. Zur Diagnosesicherung ist evtl. eine Knochendichtebestimmung (DXA) sinnvoll.

Osteoporose? Auslöser und Risiken

Welche Gründe für einen Osteoporoseverdacht können vorliegen?

  • Knochenbrüche ohne entsprechenden Unfallmechanismus
  • Knochenbrüche am Schenkelhals, Handgelenk, Oberarm(kopf) und Schienbein
  • Größenabnahme um mehr als 4 cm seit dem 25. Lebensjahr
  • Akute starke Rückenschmerzen ohne Sturz
  • Untergewicht
  • Häufige häusliche Stürze
  • Langfristige Behandlung mit cortisonhaltigen Arzneimitteln

Welche Erkrankungen erhöhen das Risiko?

  • Chronische Erkrankungen der Nebenschilddrüsen oder Nebennieren
  • Verdauungsstörungen (sog. Malabsorption)
  • Diabetes mellitus Typ I
  • Langfristige Einnahme von Medikamenten gegen Krampfanfälle (Epilepsie)
  • Alkoholkrankheit

Vorbeugung und Therapie

Welche Maßnahmen können zur Vorbeugung sinnvoll sein?

  • Regelmäßige körperliche Aktivität
    (z. B. Gehen, Walking, Laufen)
  • Ausreichender Aufenthalt im Freien
    (30 min. täglich)
  • Calciumreiche Ernährung 1.500 mg täglich (Milch/Milchprodukte, grünes Gemüse, calciumreiches Mineralwasser ab 300 mg/l Ca+2)
  • evtl. medikamentöse Zufuhr von Calcium in Form von (Sprudel-)Tabletten und Zugabe von 400 bis 800 IE Vitamin D (Colecalciferol)
  • Meiden Sie Zigaretten und Alkohol

Welche Therapien sind heute sinnvoll?

  • Bei Frauen ist nach den Wechseljahren eine hormonelle Vorbeugung (Prophylaxe) nur bei sorgfältigster Abwägung von Nutzen und Risiken angezeigt. Sprechen Sie mit Ihrem Frauenarzt/-ärztin!
  • Sprechen Sie mit Ihrem Hausarzt über die Gabe von Fosamax® oder Evista® oder Actonel® zur aktiven medikamentösen Behandlung bei ausgeprägten Veränderungen Ihrer Knochenstabilität.
  • Lassen Sie sich schmerztherapeutisch beraten.