Hochtaunuskliniken – Klinik Usingen

Minimal-invasive Operationen

Was ist eine "minimal-invasive Operation” ?

Minimal-invasive Operationsverfahren werden auch als "Knopfloch-" oder "Schlüssellochchirurgie” bezeichnet.

Es handelt sich um chirurgische Verfahren, bei denen innerhalb einer Körperhöhle über sehr kleine Zugänge operative Eingriffe vorgenommen werden. Hierzu wird eine Optik mit angeschlossener Videokamera eingeführt, um Übersicht über das Operationsfeld zu erhalten.

Mit sehr kleinen Instrumenten werden dann über weitere kleine Zugänge an der Körperoberfläche die nötigen Schritte zur Beseitigung eines krankhaften Befundes vorgenommen.

Minimal-invasive Eingriffe werden - wie auch konventionelle Operationen - unter Narkose durchgeführt.

Der Vorteil für den Patienten besteht in der geringen Größe der Narben und den in der Regel geringeren Schmerzen nach dem Eingriff. Zumeist verläuft auch die Genesung deutlich rascher als nach konventioneller Operation. Die operativen Risiken gleichen weitgehend denen des offenen Vorgehens.

Body out

Lässt sich eine minimal-invasiv geplante Operation nicht auf diesem Wege beenden, da der gewünschte Behandlungserfolg - zumeist aus technischen Gründen - nicht erreicht werden kann, wird der Eingriff in konventioneller Weise ausgeführt, was glücklicherweise nur sehr selten nötig ist.

In ausgewählten Fällen wird eine Körperhöhlenspiegelung auch aus diagnostischen Gründen, z. B. zur gezielten Entnahme von Gewebeproben, durchgeführt.

Folgende Verfahren bieten wir an:

  • Bauchspiegelungen (Laparoskopie) zur Entfernung der Gallenblase beim Gallensteinleiden (Cholezystektomie), zur Entfernung eines entzündlich veränderten Wurmfortsatzes (sog. Blinddarmoperation, Appendektomie).
  • Eingriffe an anderen Organen des Bauchraumes, oder bei Verwachsungsbeschwerden sind ebenfalls möglich.
  • Diagnostische und therapeutische Spiegelung des Brustkorbes (Thorakoskopie), z.B. zur Behandlung eines Lungenkollaps (Pneumothorax).
  • Bauchwandbrüche können ebenfalls mit Hilfe der Bauchspiegelung behoben werden. Dabei ist die Verwendung eines Kunststoffnetzes erforderlich, um die Lücke in der Bauchdecke zu verschließen.
  • Gelenkspiegelungen (Arthroskopie) am Kniegelenk mit Eingriffen am Meniskus und anderen Strukturen im Kniebinnenraum.