Hochtaunuskliniken – Klinik Usingen

Hämorrhoiden, Analabszesse, Fisteln, Fissuren

Diese Erkrankungen sind häufig. Oft ist es für die Betroffenen ein peinliches Problem. Dennoch sollte man sich nicht scheuen frühzeitig zu einem Spezialisten zu gehen, da praktisch immer gut zu helfen ist, und dieses Thema von uns sensibel und routiniert behandelt wird.

Hämorrhoiden

Sind venöse Schwellpolster, die aufgrund von zu starkem Pressen bei zu festem Stuhlgang und dadurch bedingter Blutstauung, bis hin zur Thrombose, sich zu Hämorrhoiden entwickeln. Andere begünstigende Faktoren wie Nikotin, Bewegungsmangel, etc. kommen hinzu. Es gibt äußere, sicht- und tastbare, sowie innere Hämorrhoiden. Sie können sehr schmerzhaft sein und gelegentlich auch bluten.

Je nach Schweregrad kommen zur Behandlung medikamentöse Maßnahmen, wie - Salben, Zäpfchen, Stuhlregulierung, Schmerzmittel, oder eine kleine Operation in Betracht.
Vor der Behandlung wird möglicherweise eine Endarm- oder Dickdarmspiegelung notwendig, um Klarheit über das Ausmaß, aber auch andere Dinge wie Tumoren auszuschließen.

Operativ bieten wir die Standardmethode nach Milligan-Morgan, bei der die Knoten einzeln entfernt werden, sowie die Stapler-Operation mittels eines Klammernahtgerätes nach Longo an. Dabei wird die Blutzufuhr zu den Hämorrhoiden verringert und eine Schleimhautraffung erreicht, die zur Rückbildung der Knoten führt.

Hämorrhoiden

Analfissuren

Das sind Einrisse der Schleimhaut am After, die wegen der hier noch guten Versorgung mit Hautnerven sehr schmerzhaft sein können. Sie entstehen durch zu festen Stuhlgang und beim Pressen. Ursächlich sind ggf. auch Diätfehler oder spez. Sexualpraktiken.

Operativ können wir helfen, indem die Fissur ausgeschnitten und genäht wird. Bei zu starkem Schließmuskeltonus kann manchmal eine kleine Teildurchtrennung desselben angezeigt sein.

Analabszesse, Analfisteln

Durch kleinste Verletzungen der Darmschleimhaut im Enddarm können sich eitrige Abszesse neben der Darmwand nach außen hin zum After entwickeln. Chronisch entzündliche Darmerkrankungen spielen auch eine Rolle.

Diese müssen chirurgisch eröffnet, bzw. gespalten werden. Sie heilen dann oft, unterstützt durch Ausduschen und hygienische Maßnahmen langsam aus. Gelegentlich findet sich aber dabei eben auch ein Verbindungsgang zum Enddarm, der prinzipiell die Entzündung unterhält. Diese sog. Analfistel muß ggf. in einer 2. OP beseitigt werden.

Rektum

1 = Enddarm / Mastdarm / Rektum
2 = Schwellkörper. Aus diesen Schwellkörpern können Hämorrhoiden entstehen.
3 = Krypten oder Sägezahnlinie
4 = empfindliche Haut des unteren Analkanals
5 = Venengeflecht
6 = innerer Schließmuskel
7 = äußerer Schließmuskel
8 = Kohlrauschfalte
9 = Ampulle des Enddarms
10 = M. puborectalis: willentlich bewegter Muskel, der den Mastdarm umgibt.