Hochtaunuskliniken – Klinik Usingen

Krampfadern

Sie haben Krampfadern. Wir entfernen sie!

Krampfadern der Beine (Varikosis) sind nicht nur ein kosmetisches Problem. Sie können zur Schwellneigung des betroffenen Beines und nächtlichen Wadenkrämpfen führen.
Hautveränderungen bis hin zu einem Unterschenkelgeschwür (offenes Bein oder Ulcus cruris) sind nicht selten.
Krampfadern können auch Venenentzündungen, bzw. oberflächliche und tiefe Venenthrombosen auslösen, welche dann auch eine Lungenembolie zur Folge haben können (insbesondere bei Schwangerschaft, nach Operationen oder auch bei Langstreckenflügen).
Durch die rechtzeitige Operation können diese Auswirkungen vermieden werden!

Die operative Behandlung des Krampfaderleidens (Varikosis) besteht in der Beseitigung der Klappenundichtigkeit der oberflächlichen Hauptvene (V. saphena magna) und auf der Rückseite des Unterschenkels der V. saphena parva durch ein einfaches Herausziehen (Stripping) dieser Venen. Zusätzlich können weitere Venenäste und Verbindungsvenen zum tiefen Beinvenensystem (Perforansvenen) unterbunden oder auch entfernt werden.

Stammvarizen
Venenansicht

Die Schlussunfähigkeit der Venenklappen vor der Einmündung ins tiefe Venensystem sind ursächlich für die Krampfaderentstehung. Diese führt zu einer Flußumkehr vom tiefen ins oberflächliche Venensystem und zu einer dauernden Blutstauung (hydrostatischen) Belastung der oberflächlichen Venen.

Die Operation erfolgt in der Regel in Allgemeinnarkose oder Regionalanästhesie. Je nach Ausprägung der Krampfaderbildung kann aber auch eine Operation in Lokalanästhesie möglich sein.

Bei der Strippingoperation der Vene saphena magna wird die Vene durch einen Hautschnitt oberhalb der Leistenbeuge freigelegt. Bei der Unterbindung der Mündungsklappe in der Leiste werden sorgfältig einmündende Seitenäste durchtrennt und unterbunden, damit es später nicht zu erneuten Krampfadern kommt. Die Vene wird dann mit einer Sonde entfernt. Dies erfolgt über einen weiteren Hautschnitt, der je nach Stadium der Krampfaderbildung unterhalb des Innenknöchels oder z. B. auch in Höhe des Kniegelenkes angelegt wird.

Der stationäre Aufenthalt ist abhängig von der Ausdehnung des Krampfaderleidens und von möglichen Begleiterkrankungen, kleinere Venenoperationen sind auch ambulant möglich.

Die Arbeitsunfähigkeit besteht für ca. 14 Tage nach Entlassung. Es ist jedoch ggf. früher möglich zur Arbeit zu gehen, wenn die Beschwerden gering sind, der Kompressionsstrumpf getragen wird und die Arbeitsbelastung flexibel gestaltet werden kann. Der Kompressionsstrumpf sollte in der ersten Woche nach der Operation Tag und Nacht getragen werden, danach für weitere 4 - 6 Wochen nur noch tagsüber angezogen werden.

Schematischer Aufbau einer Venenwand
Schematischer Aufbau einer Venenwand