Urogynäkologie
Sehr geehrte Patientinnen,
wir heißen ganz herzlich willkommen in der Urogynäkologie, einer Untersektion unserer Frauenklinik.
Harninkontinenz ist die am weitesten verbreitete Erkrankung unter Frauen, noch vor Bluthochdruck, Depression und Diabetes. Allein in Deutschland geht man von etwa 10 Millionen Betroffenen aus, die Dunkelziffer dürfte jedoch deutlich höher liegen.
Um die richtige Behandlung herauszufinden, muss zunächst die Form der Harninkontinenz festgestellt werden. Auf den folgenden Seiten möchten wir Ihnen das Beschwerdebild, die Diagnostik sowie die therapeutischen Möglichkeiten vorstellen. Diagnostik und Therapie und Operatives Spektrum.
Harninkontinenz betrifft Millionen von Frauen – unabhängig vom Alter
Ob nach einer Schwangerschaft und Geburt oder im späteren Lebensalter: ungewollter Urinverlust bei Husten, Lachen, Niesen, Sport oder sogar während des Geschlechtsverkehrs schränkt die Lebensqualität oft erheblich ein.
Viele Betroffene verzichten auf Freizeitaktivitäten, Reisen oder sportliche Betätigung und sprechen aus Scham weder mit ihrem Partner noch mit ihrem Arzt über ihre Beschwerden.
Die Welt-Kontinenz-Woche setzt Jahr für Jahr ein wichtiges Zeichen
Inkontinenz ist kein Tabuthema und kein unvermeidlicher Bestandteil des Älterwerdens. Heute stehen zahlreiche moderne und wirksame Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung.
Deshalb möchten wir Betroffene ermutigen, offen über ihre Beschwerden zu sprechen und frühzeitig ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen.
Hausärzte, Frauenärzte und spezialisierte Beckenbodenzentren sind wichtige Ansprechpartner.
Nur, wenn wir das Schweigen brechen, können wir gemeinsam die Lebensqualität vieler Frauen nachhaltig verbessern.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. med. Andrzej Kuszka
Sektionsleitung
Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe
AGUB III
Reinhild Greulich
Urotherapeutin
