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Schwerpunkte der Urologie

Dieses Bild zeigt Dr. med. Jon Jones und eine weitere Fachkraft bei der Arbeit in einem Operationssaal der Urologie.

Die Schwerpunkte unserer Klinik

Prostata-Karzinom

Das Prostatakarzinom ist inzwischen die häufigste Krebserkrankung bei Männern und macht bei diesen ein Viertel aller Krebserkrankungen aus. In Deutschland wird mit einer jährlichen Neuerkrankungsrate von ca. 70.000 gerechnet.

Zudem zählen jährlich etwa 12.000 Todesfälle zu einer der häufigsten tumorbedingten Todesursachen. Basierend auf diesen Daten ist eine Früherkennung behandlungsrelevanter Prostatakarzinome eine der größten Herausforderungen in der Urologie.

Diagnostik

Die Diagnostik (Tastuntersuchung und PSA) wird um die multiparametrische MRT (mpMRT) Untersuchung der Prostata als eine hochauflösende bildgebende Methode zur differenzierten Abschätzung eines signifikanten Karzinoms ergänzt. Die mpMRT-Daten können auf Ultraschall-Bilder übertragen und somit fusioniert werden, sodass die Probeentnahme (im Vergleich zur herkömmlichen alleinigen Ultraschall-gesteuerten randomisierten Biopsie) sehr präzise angesteuert werden kann.

Wissenschaftliche Grundlage für die MRT Fusionsbiopsie der Prostata liefert die sogenannte PRECISION-Studie, die sehr hochrangig im New England Journal of Medicine publiziert wurde. Hier konnte eine deutliche Steigerung der Detektionsrate der klinisch signifikanten Tumore (38% vs. 26%) im Vergleich zur bisher durchgeführten Standardbiopsie gezeigt werden. Gleichzeitig konnte der Anteil der in der Regel nicht therapiewürdigen Tumore von 22% auf 9% reduziert werden.

Unsere Klinik, die als Prostatazentrum zertifiziert ist, führt aufgrund dieser Datenlage die MRT Fusionsbiopsie der Prostata regelmäßig durch. Wir können dadurch die individuelle Diagnostik sowie Therapieplanung deutlich verbessern und optimieren.

Therapie

Zur Behandlung werden alle etablierten Therapieformen des Prostatakarzinoms leitliniengemäß angeboten (Operation und Strahlentherapie). Die Operation (radikale Prostatektomie) kann gefäß- und nervschonend offen oder mit dem DaVinci Xi System durchgeführt werden. Wir versuchen für jeden Patienten individuell die bestmögliche Methode zu wählen und können Sie hierzu gerne in unserer Sprechstunde beraten.

Wenige Tage nach der Operation sind die Patienten meist wieder mobil und können dann nach etwa einer Woche entlassen werden. Während des stationären Aufenthaltes werden regelmäßige Wund- und Laborkontrollen sowie physiotherapeutische Maßnahmen durchgeführt. Ein Termin zur Rehabilitation wird angeboten. Das Ergebnis der feingeweblichen Untersuchung wird interdisziplinär im uro-onkolgischen Tumorboard besprochen, und gemeinsam ausgearbeitete Empfehlungen werden gemäß den aktuellen Leitlinien abschließend formuliert.

Vor Entlassung werden dem Patienten ausführlich weitere Verhaltensmaßregeln für die Zeit nach dem Krankenhausaufenthalt mitgeteilt sowie das Ergebnis der feingeweblichen Untersuchung sowie der sich daraus ergebenden Konsequenzen mitgeteilt.

Zur besseren Koordination der weiteren ambulanten Betreuung werden die entsprechenden Befunde sowie der Tumorboardbeschluss den behandelnden niedergelassenen Urologen mitgeteilt und gegebenenfalls auch telefonisch besprochen.

Blasenkarzinom

Das Blasenkarzinom ist das häufigste Karzinom des Harntraktes und nach dem Prostatakarzinom das zweithäufigste Karzinom im Fachgebiet der Urologie. Eine transurethrale Blasentumorresektion (TUR-B) dient dazu, den endoskopisch zu entfernen. Die meist bipolare und damit schonende TURB kann sowohl mit Weisslicht als auch fluoreszenzgestützt (zur Besserung Identifikation der Tumorzellen) durchgeführt werden. Nach erfolgtem Eingriff müssen die meisten Patienten nur wenige Tage im Krankenhaus verweilen. Die weitere Therapie und Nachsorge hängt von der pathologischen Untersuchung ab.

Nierenzellkarzinom

Das Nierenzellkarzinom ist der dritthäufigste „urologische“ Tumor und gleichzeitig der aggressivste unter ihnen. Stand früher zur Behandlung die radikale Entfernung der Niere samt Nebenniere im Vordergrund, so ist es mittlerweile bei den immer häufigeren kleineren Tumoren erforderlich, eine organerhaltende Operation durchzuführen, bei der man den Tumor entfernt aber den gesunden Teil der Niere erhält.

Sowohl die Nieren-schonende Entfernung kleinerer Tumore als auch die Entfernung sehr großer Tumore werden in unserer Klinik als operativer Schwerpunkt durchgeführt. Allen behandelten Tumorerkrankungen gemeinsam ist die Aufarbeitung der Ergebnisse in unserem interdisziplinärem Tumorboard mit einer Empfehlung für die weitere Behandlung beziehungsweise Nachsorge.

Rekonstruktive Urologie

Die rekonstruktive Urologie befasst sich vor allem mit der Wiederherstellung von Funktion oder Form der Organe in unserem Fachgebiet, sei es nach Tumoroperationen, Unfällen oder auch bei angeborenen Fehlbildungen.

Ziel ist es, eine möglichst anatomische und funktionell einwandfreie Wiederherstellung der betreffenden Organfunktion zu erreichen.

Plastische Rekonstruktionsverfahren im genito-urogenitalen Bereich richten sich im Wesentlichen nach der Ätiologie und der Komplexizität der Erkrankung und müssen dem Patienten individuell angepasst werden.
Unsere Klinik bietet umfangreiche Möglichkeiten rekonstruktiver Eingriffe, was ganz besonders unseren Tumorpatienten zugute kommt.

Einen besonderen Schwerpunkt unserer Urologischen Klinik stellen wiederherstellende Maßnahmen an den ableitenden Harnwegen (Nierenbecken, Harnleiter, Blase, Harnröhre) sowie des Penis (Korrektur von Induration penis plastica, Prothesenimplantation bei erektiler Dysfunktion) dar.


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