Girls‘ und Boys‘ Day 2026 – 60 Girls und Boys erkunden die Hochtaunus-Kliniken
Die erste Station der Fünft- bis Zehntklässler erfolgte gleich am Puls der Klinik, nämlich in der Zentralen Notaufnahme, wo der Anästhesist und leitende Notarzt Daniel Bladowski sowie Christian Waas, von der Zentralen Anästhesie, die zunächst noch schüchternen Gäste in die Geheimnisse der Notfallmedizin einweihen.

Maxima, aus der 6a der Solgrabenschule, wagt sich als erste nach vorne und lässt sich von Daniel Bladowski alles genau erklären.

Sechs Augen sehen mehr, Christian Waas assistiert der jungen Schülerin, die später einmal in die Krankenpflege gehen möchte, von der anderen Seite.

So, und jetzt höchste Konzentration, damit wir nicht aus Versehen in der Speiseröhre landen.

Es hat geklappt! Maxima schaut selbst noch ein bisschen ungläubig, aber mit viel Geschick hat sie die Herausforderung gemeistert.

Lina, aus der 7A1 der Gesamtschule am Gluckenstein, traut sich auch. Ihre Mutter ist Ärztin, und Lina fragt ihr, seit sie sprechen kann, ständig Löcher in den Bauch über medizinische Dinge.

Ihr erster Versuch hält dem kritischen Blick des erfahrenen Anästhesisten und Notfallmediziners stand. Mal sehen, reagiert auch der „Patient“ entsprechend, und bläht sich die Lunge auf?

Auch an der zweiten medizinischen Lehrpuppe schlägt sich Lina souverän, schließlich möchte sie einmal Chirurgin werden und begeistert sich für alles, was mit Medizin zu tun hat.

Ob die beiden Jungs in der Gruppe auch soviel Geschick beweisen? Christian Waas erklärt geduldig, worauf es ankommt.

Okay, jetzt mal selber versuchen, kann doch nicht so schwer sein…

…also, wenn man gut aufpasst, könnte es klappen. Christian Waas macht es genau vor. Auf den genauen Griff kommt es an.

Na, also, geht doch! Die Jungs sind zwar etwas schüchterner am Werk, schlagen sich aber ebenso gut, wie die Mädels.

Jetzt noch schnell die Sauerstoffsättigung messen. Nur 98 Prozent? Keine 100-prozentige Sauerstoffsättigung? Maxima schaut irritiert auf den Monitor, aber der Notfallmediziner sagt, das sei ganz normal.

Rim, aus der 6e in der Ernst-Ludwig-Schule in Bad Nauheim, möchte ihre Sauerstoffsättigung auch noch schnell prüfen lassen, bevor es zur nächsten Station im Haus geht.

Willkommen im Kreißsaal bei Dr. med. Kanya Götsch, Leitende Oberärztin der Frauenklinik. Sprachlos sind die Kinder, als sie von der Ärztin erfahren, dass eine Geburt zwei, aber auch mal zwanzig Stunden dauern kann.

„Viele werdende Mütter empfinden es als angenehm, sich ein bisschen „schwerelos“ im wohlig warmen Wasser aufzuhalten“, erläutert Kanya Götsch.

Rechts oben an der Wand kann die Ärztin auf dem Monitor in Echtzeit die Wehen einer Hochschwangeren im Auge behalten, die sich gerade im Kreißsaal neben an befindet.

Und sogar gebären könne man unter Wasser, erst vor kurzem habe es eine wunderschöne Wassergeburt gegeben, sagt die leitende Oberärztin. Bei einer gesunden Schwangeren und einem unkomplizierten Geburtsverlauf steht einer Wassergeburt nichts im Wege.

„Wir versuchen immer, es Mutter und Kind hier so angenehm und entspannt wie möglich zu machen“ erzählt die engagierte Ärztin, die schon mehrfach für „Ärzte ohne Grenzen“ in Afrika unterwegs war.

Aber mal ernsthaft, was ist spannender, als wenn plötzlich ganz ungeplant eine „echte Schwangere“ vorbeikommt, die sogar auch noch selbst Ärztin für Frauenheilkunde in unserer Klinik ist…

…und wenn Laura Würth, die in der 27. Woche schwanger ist, dann auch noch so entspannt und cool ist, und sagt: „Ja, klar zeige ich euch mein Baby per Ultraschall!“

Das muss sofort aus der Nähe betrachtet werden. Das bekommt man schließlich nicht alle Tage zu Gesicht!

Maxima und Rim sind völlig versunken und können selbst auch genau erkennen, dass das Baby ein kleiner Junge ist.

Unter der Anleitung von Kanya Götsch darf Maxima sogar selber schallen und ist völlig fasziniert, dass es tatsächlich funktioniert.

Schöner hätte der Abschluss im Kreißsaal wahrhaftig nicht sein können. Die werdende Mama Laura Würth zeigt sogar auch noch selbst genau, was man auf dem Ultraschall sehen kann.
Wir bedanken uns ganz herzlich für das schöne Erlebnis und wünschen eine glückliche Geburt 🩵

Dass aber all die schönen und spannenden Dinge, die da oben im Tageslicht passieren, einer riesigen Maschinerie, Präzision und Expertise in den Untergeschossen der Klinik bedürfen, erläutert Dieter Grabowski, Heizungs- und Sanitärfachmann von Beruf und Teil der großen Technikabteilung im Haus.

Das komische Gebilde soll eine Rohrpost sein? Und was genau ist das denn? Und ist das nicht sehr altmodisch? Dieter Grabowski erläutert anschaulich, wie zielgenau und schnell hier Dinge unterirdisch von A nach B befördert werden.

Wow, riesenhafte Kessel, und echt warm ist es hier! Da gehen wir mal lieber nicht so nah ran.

Wie schön, nach der Besichtigung der Technik in den Untergeschossen, mit Dieter Grabowski bis ganz nach oben auf den Hubschrauberlandeplatz hochfahren zu dürfen, was sonst nicht erlaubt ist.

Was für eine Aussicht, Sonne und Luft. Das tut gut nach einem Vormittag mit vielen neuen Eindrücken.

Der Gesundheitscampus aus der Luft, und mitten drin das Medizinische Versorgungszentrum Taunus (MVZ). Vorne zum Schutz ein Gitter, damit es nicht zu Unfällen kommt.

Zum Abschluss vom Helikopterplatz aus ein Blick auf die blühenden Rapsfelder in der Ferne und den Therapiegarten auf dem Dach. Nun aber wieder vier Stockwerke runter in die Cafeteria. Küchenchef Tristan Herrle und sein Team warten mit dem Mittagessen auf die Girls and Boys. Großer Dank gebührt Pizzabäcker Alexander, der im Accord ein leckeres Pizzablech nach dem anderen, köstlich belegt, in den Ofen geschoben hat.