Kleine Könige bringen Segen und helfen Kindern in Not – die Sternsinger besuchen die Hochtaunus-Kliniken
Prächtig gekleidet mit Kronen und königlichen Gewändern folgen sie dem Stern und ziehen von Haus zu Haus. Die Sternsinger der Pfarrei St. Martin in Ober-Erlenbach haben am Montag zum Auftakt der diesjährigen Aktion „Dreikönigssingen“ die Hochtaunus-Kliniken besucht und brachten den traditionellen Segen in das Krankenhaus. Gleichzeitig sammeln sie Spenden und setzen sich für Kinder weltweit ein, die in armen Ländern unter besonders schwierigen Bedingungen leben.
Nach der Andacht in der Klinik-Kapelle, welche die katholische Klinikseelsorgerin Sandra Anker leitete und musikalisch vom Ersten Kreisbeigeordneten Thorsten Schorr an der Orgel begleitet wurde, begrüßten Landrat Ulrich Krebs und Klinikgeschäftsführerin Dr. Julia Hefty die Mädchen und Jungen. Gemeinsam mit der Klinikchefin starteten die Sternsinger zum Rundgang durch die Hochtaunus-Kliniken. Auf vielen Krankenstationen machten sie halt und sangen vor den geöffneten Türen der Krankenzimmer für die Patientinnen und Patienten und die Mitarbeitenden. „Christus mansionem benedicat – Gott segne dieses Haus“ – lautet die Botschaft, die sie überbrachten.
Auch im Usinger Krankenhaus waren die Sternsinger zu Gast. Bereits in den letzten Dezembertagen teilten die Mädchen und Jungen der katholischen Kirchengemeinde St. Laurentius dort die Segenswünsche zum Dreikönigsfest. Die Aktion Dreikönigssingen 2026 steht unter dem Motto „Schule statt Fabrik – Sternsingen gegen Kinderarbeit“ und will dazu beitragen, dass Kinder zur Schule gehen können und nicht als Arbeitskräfte missbraucht werden. Weltweit arbeiten 138 Millionen Kinder zwischen 5 und 17 Jahren, 54 Millionen von ihnen unter besonders ausbeuterischen Bedingungen.
Schwerpunktland ist in diesem Jahr Bangladesch. Etwa ein Drittel der 167 Millionen Einwohner lebt in Armut. Trotz Fortschritten im Kampf gegen Kinderarbeit müssen allein in dem südasiatischen Land rund 1,8 Millionen Kinder und Jugendliche arbeiten. Davon 1,1 Millionen sogar unter besonders gesundheitsschädlichen Verhältnissen. Sternsinger-Partnerorganisationen setzen sich vor Ort dafür ein, Kinder aus diesen Arbeitsverhältnissen zu befreien und ihnen den Schulbesuch zu ermöglichen.


