Philippinische Krankenschwestern 1966 und heute…eine Zeitreise in den Hochtaunus-Kliniken
Nach einem langen Flug kamen am frühen Morgen des 6. September 1966 siebzig philippinische Krankenschwestern am Frankfurter Flughafen an, die für das örtliche Krankenhaus angeworben worden waren. Niemand konnte ahnen, dass damals eine lange währende gemeinsame Geschichte beginnen sollte. Bis zum heutigen Tag kommen regelmäßig philippinische Pflegekräfte nach Deutschland, und einige von Ihnen hatten schon in den 60er und 70er Jahren den Entschluss gefasst, in der Kurstadt zu bleiben, eine Familie zu gründen und sesshaft zu werden.
Auf 78 Seiten beschreibt der pensionierte Krankenpfleger Heinz Rohe in seinem Buch „Wie alles begann – Philippinische Krankenschwestern 1966 und heute“, das große Abenteuer dieser Pionierinnen, die ihre Heimat verließen, um sich in einem unbekannten Land der Pflege kranker Menschen zu widmen. „Ihre Geschichte“, so der heute 87-Jährige bei der Buchpräsentation in den Hochtaunus-Kliniken, „ist ein bedeutender Teil der gemeinsamen Historie zwischen den Philippinen und Deutschland.
Durch ihren Einsatz unterstützten die philippinischen Krankenschwestern nicht nur das deutsche Gesundheitssystem, sondern bauten auch Brücken der Freundschaft und des Verständnisses zwischen den beiden Nationen, sagt Rohe. Und auch geheiratet wurde in der neuen Heimat. Heinz Rohe ist mit einer philippinischen Krankenschwester namens Teresita verheiratet, die 1971 nach Bad Homburg gekommen war. Seine Enkelin Emilia half ihm kürzlich dabei, seine und andere Geschichten in einem Buch zu veröffentlichen. Bei der Präsentation des Buches kam auch Arlon Severino Miguel Jr. zu Wort, der einen Vortrag mit dem Titel „Mut, Familie, Neubeginn: Unsere Geschichte in Deutschland“ hielt, und veranschaulichte, wie es war, in zwei Welten groß zu werden, mit philippinischen Eltern, aber deutschen Freunden und Schulkameraden.
Klinikgeschäftsführerin Dr. Julia Hefty begrüßte neben Heinz Rohe, seiner Familie und vielen philippinischen Gästen auch die philippinische Konsulin Ivy Banzon Abalos, die extra zur Buchpräsentation gekommen war und sich natürlich ihr persönliches Exemplar von Heinz Rohe signieren ließ. Auch Landrat Ulrich Krebs war vor Ort und würdigte die Leistung und den Beitrag zur Völkerverständigung zwischen den beiden Nationen, die vor so vielen Jahrzehnten begann und bis zum heutigen Tag anhält.










